Stützpunktschulen® für Molekularbiologie


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Stützpunktschulen®-Foren

1. Stützpunktschulen-Forum: "Infektionskrankheiten - Prophylaxe und Therapie", 12.02.2009, Helmholtz-Gymnasium, Heidelberg

Programm:
Vortrag Prof. Dr. Michael Lanzer, Universität Heidelberg "Malaria: Ein Parasit bewegt sich"

Vortrag Prof. Dr. med. Hans-Georg Kräuslich, Universität Heidelberg: "HIV und AIDS 25 Jahre nach Entdeckung des Virus"

Vortrag Noemi Steuer, Universität Basel: "Worte die töten" - Leben mit HIV/Aids in Mali/ Westafrika"

Marktplatz mit Präsentation der Poster

Schüler-Vortrag: "Bilharziose - Entwicklung eines Impfstdoffs"

Praktikum: "Proteinreinigung und Enzymtest"

Prämierung der Plakate


2. Stützpunktschulen-Forum: "Biowissenschaften in Industrie und Forschung - Von Stechmücken, "Genkartoffeln" und Marktplätzen", 05.03.2010, Lise-Meitner Gymnasium, Königsbach-Stein

Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Stützpunktschulen

Der eigenen Tochter den Namen "Aedes"(abgeleitet aus dem Griechischen für "lästig", Name einer Stechmückengattung) geben? Dieses Geständnis fiel am Freitag den 05. März 2010 am Lise-Meitner Gymnasium in Königsbach-Stein.
Aber was hat dieses Gymnasium mit dem Helmholtz Gymnasium Heidelberg zu tun? Und was hat es mit der Stechmücke auf sich?
Das Helmholtz Gymnasium ist ebenso wie das Lise-Meitner Gymnasium eine Stützpunktschule für Molekularbiologie, d.h. es hat spezielle Ausrüstung und Räume sowie ausgebildete Lehrer, um molekularbiologische Versuche mit Schülergruppen der Schule selbst und auch von anderen Schulen, denen diese Ausstattung fehlen, durchzuführen. Wer ein Mal an so einem Praktikum teilgenommen hat, erinnert sich bestimmt auch an die Schüler, die einem bei Fragen zur Seite standen und diese beantwortet haben, die sogenannten Schülermentoren. Eben diese treffen sich jährlich mit Schülermentoren und deren Betreuern von anderen Schulen auf einem Stützpunktschulen-Forum, so auch dieses Jahr am Lise-Meitner Gymnasium.



Nach einer kurzen Eröffnung durch den Schulleiter begann gegen 9.45 Uhr der Vortrag des Herrn Dr. Norbert Becker. Der Direktor der "Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage"(KABS) verstand es, nach einer kurzen Vorstellung seiner Person, die Schüler für seine Arbeit mit biologischen Bekämpfungsmethoden gegen Stechmücken zu begeistern und präsentierte auch die Erfolge seiner Arbeit, sichtbar an den zu 80% verringerten Zahlen an Malariaerkrankungen in den Ländern Afrikas, in denen eben diese Methoden eingesetzt wurden.

D
ie Forschung ist in der Tat ein potentielles Berufsfeld für viele Schülermentoren, ebenso wie die Wirtschaft, in der es immer mehr Plätze für außerschulisch zusätzlich ausgebildete Abiturienten gibt. Ein weiterer Gast des Forums war deswegen Frau Dr. Anja Klatt, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der BASF Plant Science, ein Zweig der BASF, der stark in neue Forschungsgebiete investiert, so auch in Gentechnologie. Der Vortrag war genauso spannend wie aktuell, da die BASF zum jetzigen Zeitpunkt eine gentechnologisch veränderte Stärke-Kartoffel, die "Amflora" auf den Markt bringt. Nach ihrem Vortrag, hatten die Mentoren die Möglichkeit, ihre vielzähligen neugierigen und auch kritischen Fragen an Frau Klatt zu richten. Wer nun immer noch nach Informationen für die berufliche und universitäre Zukunft suchte, fand sie spätestens durch den Vortrag der beiden ehemaligen Schülermentoren Tinatini Tavhelidse und Max Richter, die sämtliche Fragen über die Entscheidungsfindung bezüglich der Studienfächer und dem Alltag an der Uni, an Hand ihrer Studienpläne und persönlicher Erfahrungsberichte, beantworteten. Oder man unterhielt sich mit anderen Schülermentoren und Betreuern in der Mittagspause.

Vielleicht war aber auch das Podiumsgespräch mit Schülermentoren, OStD Roland Kröner, Bürgermeister Bernd Kielburger, Regierungsschuldirektor Dr. Markus Herrmann und dem BIOPRO-Vertreter Dr. Ralf Kindervater über die Stützpunkschulen, ihre Bilanz und ihre Zukunft, eine große Hilfe für die zukünftige Weiterentwicklung.



Besonders informationsreich war definitiv auch der "Marktplatz", der gegen 13.45 Uhr eröffnet wurde. Dort waren Stände verschiedener Institute wie dem DKFZ, EMBL, Institut Flad, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Firmen wie Agilent Technologies, BIOPRO, Boehringer-Ingelheim, Eppendorf, HBIGS, LOGOPHARM, Pfizer und Spektrum u.a., aufgebaut. Nicht nur, dass die Schüler sich über aktuelle Forschungsthemen des EMBL, neuen Geräten von Eppendorf oder dem aktuellen Forschungsstand des DKFZ informieren konnten ,nein, die Vertreter informierten die Schülermentoren auch über Erfolgschancen, mögliche Berufszweige innerhalb der Firmen oder neue Studiengänge.
Und so war gegen 16.00 Uhr, also am Ende der Veranstaltung, sicherlich einigen Schülermentoren ein wenig klarer, in welche Rolle sie später beruflich schlüpfen wollen.

(Bericht: Cora Freund, Schülermentorin an der Stützpunktschule für Molekularbiologie in Heidelberg)

3. Stützpunktschulen-Forum am 14.02.2011, Heidelberg: "Epigenetik – Gene sind nicht alles?!

Das war das Motto des dritten Stützpunktschulen-Forums der Stützpunktschulen für Molekularbiologie. Die Schülermentoren trafen sich im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg zum diesjährigen Stützpunktschulen-Forum.
Den Anfang des Programms machte Dr. Peter Spork, Wissenschaftsjournalist und Autor, mit seinem Vortrag „Der zweite Code. Warum wir Macht über unser Erbgut haben.“ Natürlich stellte sich sofort die Frage: Wenn es einen zweiten Code gibt, muss es dann nicht auch einen ersten Code geben? Herr Dr. Spork wusste gekonnt, diese und weitere Fragen zu beantworten, sein Vortrag über die Epigenetik fesselte die versammelte Mentorenschaft. Er erklärte, wie epigenetische Schalter funktionieren, zeigte uns, wieso die Umwelt und unser Lebensstil sie verstellen können, und was wir tun sollten, damit sie sich in eine gesund machende und ein langes Leben schenkende Richtung verstellen. Zudem teilte er mit, was auch Eltern tun können, um die epigenetischen Weichen ihrer Kinder in die richtige Stellung zu bringen.
Nach einer Kaffeepause mit Interview der RNZ (ein paar Mentoren wurden über ihre Arbeit ausgefragt) fuhr Frau Dr. Angela Risch vom DKFZ in Heidelberg mit ihrem Vortrag über Genetik und Epigenetik des Lungenkrebses fort. Sie stellte uns die epigenetischen Faktoren des Lungenkrebses vor und zeigte auf, welche dieser Faktoren für eine Entstehung verantwortlich sein könnten. Ebenso stellte sie das Ziel ihrer Forschung dar, nämlich Hochrisikogruppen in Zukunft leichter identifizieren zu können.



Es folgte ein Mittagessen, danach trafen sich einzelne Gruppen von Mentoren zu verschiedenen experimentellen Laborführungen im Unigelände, so beschäftigten sich manche mit Onkologie, andere mit Stammzellen, wieder andere mit menschlichem Blut oder mit Fluoreszenzmikroskopie. Eine Gruppe hatte leider nicht die Möglichkeit, experimentell wirksam zu sein, diese wurde in ein Labor der Sicherheitsstufe 2 geführt, in welchem sie keine Erlaubnis hatte, selbst Hand anzulegen. Dennoch war auch diese Gruppe am Ende mit ihrer Wahl zufrieden, denn sie hatte unveröffentlichte Forschungsergebnisse aus dem virologischen Institut mitgeteilt bekommen.
So hatte jeder Schülermentor einen Einblick in den Alltag der Forscher bekommen; dass es vielen gefallen hat, zeigte sich nach der Auswertung der Fragebögen, denn es konnten sich mehr als drei Viertel der Mentoren vorstellen, später einmal in einem Forschungslabor zu arbeiten.
Nach den Schlussworten von Frau Rupp ging es nun heimwärts für die Mentoren, mit ihren gewonnenen Eindrücken und Erfahrungen. Nicht zuletzt hatten einige eine wichtige Erkenntnis: „Forschung ist schweineteuer!“
(Bericht: Tobias Hohl, Schülermentor der Stützpunktschulen für Molekularbiologie am Helmholtz-Gymnasium Heidelberg)


4. Stützpunktschulen-Forum am 04.10.2012, Heidelberg: "COS Bertalanffy-Lecture"

Vortrag Prof. Alfonso Martinez-Arias, University of Cambridge, UK: " Drosophila melanogaster Entwicklung und Stammzellen"



Weitere eingeladene Sprecher:
Enrico Coen, Cell & Developmental Biology, John Innes Centre, UK Kontrolle von Wachstum und Formgebung bei Pflanzen
Neil Shubin, Department of Organismal Biology and Anatomy, University of Chicago, USA Paläontologie und Entwicklungsbiologie
Detlev Weigel, Department of Molecular Biology, Max Planck Institute for Developmental Biology, Tübingen Interaktion Pflanze - Enviroment


5. Stützpunktschulen-Forum 24.02.2015, Heidelberg: "Stützpunktschule meets Bertalanffy at COS"

Am Dienstag, den 24.02.15 war es mal wieder soweit: die Schülermentoren aller Stützpunktschulen für Molekularbiologie in Nordbaden trafen sich beim Stützpunktschulenforum. Dieses Mal sollte es ein besonderes Forum werden, denn im Rahmen der Veranstaltung wurde die neue Kooperation zwischen den Stützpunktschulen und dem Bertalanffy-Projekt des COS-Institut der Universität Heidelberg gefeiert.
Die Kooperation von COS (Center for organismal studies Heidelberg) und den Stützpunktschulen für Molekularbiologie besteht seit November 2014 und hat sich zum Ziel gesetzt, einen nachhaltigen Dialog zwischen Schule und Hochschule herzustellen und Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben sich intensiv mit aktueller Forschung auseinanderzusetzen. Die Kooperation wird finanziell unterstützt durch die Klaus-Tschira-Stiftung. Neben den zweimal jährlich stattfindenden „Bertalanffy-lectures“ (Vortragsreihe für OberstufenschülerInnen, die von renommierten Wissenschaftlern aus der ganzen Welt auf Englisch gehalten wird) erhalten alle Schülermentoren zusätzlich die Möglichkeit entweder in den Oster- oder Sommerferien ein spannendes Laborpraktikum am COS der Uni HD zu absolvieren und mit den Wissenschaftlern zusammen „an der bench“ Laborluft zu schnuppern.
Zur Feier der Kooperation bekam nicht nur jeder Schülermentor ein eigenes T-Shirt, sondern es wurde noch im Vorhinein ein Ideenwettbewerb für alle Schülermentoren ausgeschrieben, auf den ein hochdotiertes Preisgeld ausgestellt war.

Kluge Köpfchen: Schülermentoren des FGM gewinnen den 1.Preis beim Ideenwettbewerb
Besonders stolz kann das FGM auf seine eigenen Schülermentoren sein, denen es am Tag des Forums gelungen ist, mit ihrer tollen Idee den ersten Preis zu ergattern!! Dazu der Text unserer Schülermentoren:
Am Dienstag, 24.2.15 trafen sich alle Stützpunktschulen für Molekularbiologie im COS in Heidelberg. Zuvor sollten wir eine Idee ausarbeiten, welche den ersten Nobelpreis in der Biologie bekommen sollte und sie dann dort ptäsentieren.
Um 9:15 wurden wir im Bertalanffy-Hörsaal begrüßt. Danach wurde das Programm vorgestellt und wir schlossen uns für verschiedene experimentelle Laborführungen im Neuenheimer Feld in Gruppen zusammen. Wir, die Schülermentoren vom Feudenheim-Gymnasium, wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine schaute sich Wurzeln von Pflanzen an und wie Biologen mit ihnen arbeiten. Außerdem beschäftigten sie sich mit der Fliegenzucht, mit welcher die Forscher das Nervensystem erkunden. Die zweite Gruppe schaute sich Herbarien an und beschäftigte sich mit der Frage, wie die Evolution die Pflanzen beeinflusst hat. Danach erfuhr sie noch etwas über Sequenz-Alignments. Um 12:30 trafen wir uns zur Mittagspause. Die nächsten Stunden waren für die Vorträge über „Stammzellen-oder was treibt einen Wissenschaftler an“, den der Institutsleiter des COS, Prof. Wittbrodt, selbst hielt und über den Werdegang einer ehemaligen Schülermentorin (Tinatini Tavhelidse), die derzeit ihre Forschungsarbeit im Labor von Prof. Wittbrodt am COS durchführt, reserviert. Nach der darauffolgenden Kaffeepause starteten wir mit dem Wettbewerb, bei dem wir unsere Idee kreativ vorstellen sollten:
Wir entwickelten eine Methode, mit der es möglich ist, eigene Zellorganellen einzig und allein aufgrund der menschlichen DNA herzustellen. Dazu synthetisieren wir die gewünschte Gensequenz und beladen damit einen Virus. Dieser wird auf die Zielzellen aufgebracht, injiziert seine Erbinformation und baut sie im menschlichen Erbgut ein. Nun steht die Bauanleitung für das gewünschte Organell (z.B. Chloroplasten) der Zelle zur Verfügung und das Zellorganell kann hergestellt werden. Durch verschiedene Modifikationen der Reaktionsverläufe können alle möglichen Stoffwechselprodukte vom fertigen Organell synthetisiert werden. Somit kann man über Licht- und Lasersteuerung Medikamente, Hormone, Sauerstoff oder Zucker dosieren und dem Körper dauerhaft zuführen.
Mit dieser Idee konnten wir uns gegen unsere Wettstreiter durchsetzen und den ersten Platz belegen.
Nach der Prämierung wurden wir verabschiedet und fuhren gut gelaunt nach Hause.


6. Stützpunktschulen-Forum am 23.2.2016 in Heidelberg

Am 23.2.2016 war es wieder soweit – das COS öffnete seine Pforten für das insgesamt 6. Stützpunktschulenforum am COS der Uni HD statt. Auch dieses Mal stand wieder ein Ideenwettbewerb der Schülermentorengruppen aller Stützpunktschulen auf dem Programm – das Thema lautete: "Das Erbgut als Wunderwaffe oder Spielzeugkiste – Schülermentoren denken voran". Die Ideen, die dort zur Präsentation kamen, waren sehr vielseitig und reichten von dem Menschen als kryptobiotischem Bärtierchen über die Kontrolle von Krebsstammzellen bis hin zu molekularen Splittergranaten, die mit Hilfe von Scannerkugeln die Transkription auf mögliche Fehler kontrollieren kann.



Anschließend berichtete Claudie Behnke, eine Teilnehmerin des letzten Bertalanffy summer practicals, in einem Kurzvortrag von ihren Erlebnissen während dieses Laborpraktikums im Sommer 2015. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass das Praktikum für jeden SchülerIn, der sich für ein naturwissenschaftliches Studium interessiert, ideale Möglichkeit und Atmosphäre bieten, sich selbst auszuprobieren und zusammen mit einem tollen team von COS-Betreuern wichtige Impulse zu sammeln. Claudia konnte sich sogar durch ihre Teilnahme für ein tolles Laborstipendium in Australien qualifizieren, das sie im Januar dieses Jahres absolviert hat. Das Ende ihres Vortrags bestand in einem eindringlichen Appell an alle Mentoren: "Bewerbt euch dieses Jahr für diese tolle Chance, es hat mir wahnsinnig viel gebracht!" Im Anschluss hielt Prof. Wittbrodt einen brandaktuellen Vortrag zur CRISPR-Cas-Methode, mit deren Hilfe man seit einigen Monaten nun gezielte Eingriffe in das Erbgut jedes Organismus vornehmen kann – und allen Mentoren wurde schlagartig klar, dass alle ihre Wettbewerbsideen dadurch vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft Wirklichkeit sein könnten...
Nach dem wohlverdienten Mittagessen erlebten die Schüler, aufgeteilt in Kleingruppen, interessante Laborpraktika an verschiedenen Instituten wie dem DKFZ oder dem ZMBH. Am Ende der Veranstaltung wurde es dann im COS-Hörsaal nochmal richtig spannend, denn die Jury gab ihr Ergebnis des Ideenwettbewerbs bekannt – sehr schwer fiel ihnen die Entscheidung, aber schließlich trugen die Mentoren von Neureut und Mannheim gemeinsam den Sieg nach Hause, dicht gefolgt von den Mentoren aus Königsbach-Stein. Ein gelungenes 6.Stützpunktschulenforum!